„Eine Kultur der Achtsamkeit“

Die zurückliegenden Jahre haben uns mit Erschrecken sehen lassen, dass Freiräume missachtet und Menschen in der Kirche ihnen Anvertraute missbraucht oder belästigt haben. 

Nach einer Phase schmerzlicher Aufarbeitung wurde bewusst, dass unser Augenmerk auch nach vorne gehen muss, auf Vorsorge, auf eine „Kultur der Achtsamkeit“ gegenüber allen, besonders gegenüber Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen. Unsere Pfarrei soll ein Ort sein, an dem alle erleben können: Hier bist Du willkommen. Hier wirst Du mit Deinen Gaben und Besonderheiten, mit Deiner gottgeschenkten Würde und Deinen Rechten, geachtet. Hier wirst Du gefördert, in einem sicheren Raum des Vertrauens. Bei „der Kirche“ kannst Du Dich – gleich wie alt und wie unterstützungsbedürftig – zu einer gemeinschafts- und glaubensfähigen Person entfalten.

Solche Prävention gegenüber jeder Form von Gewalt, insbesondere sexualisierter Gewalt, ist eine zentrale Verpflichtung aller in unserer Kirche, ob beruflich oder ehrenamtlich tätig. Zum 1. Juli 2015 hat unser Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa darum die diözesane Präventionsordnung in Kraft gesetzt. Sie schafft die rechtlich verbindliche Grundlage für nachhaltige Prävention gegen sexualisierte Gewalt und führt die verschiedenen Maßnahmen in einem institutionellen Schutzkonzept zusammen.

Im Rahmen dieses Schutzkonzeptes ist es – neben weiteren Maßnahmen - erforderlich, durch verbindliche Grundhaltungen ein wachsendes Klima der Achtsamkeit zu schaffen. 

Dazu dienen

der Rahmen-Verhaltenskodex unserer Diözese, sowie

im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit,

die hiermit zur Verfügung gestellt werden.